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„Ist das ein 3D-Suchbild?“ – Ist der QR-Code wirklich schon bei allen angekommen?

Bezugnehmend auf die bisher eher positiven Artikel zur Verwendung von QR-Codes, möchten wir nun einmal die Gegenseite beleuchten: Sean X Cummings erläutert in seinem Artikel vom 14. Oktober 2011 auf iMediaConnection, warum er denkt, dass der QR-Code versagt hat.

Zuerst einmal ist der QR-Code in der normalen Bevölkerung noch relativ unbekannt. In einer Straßenumfrage des Autors unter 300 Personen erkannten lediglich 11 Prozent auf dem Bild, dass dort ein QR-Code abgebildet ist. 29 Prozent wussten, dass es sich um eine Art Barcode handelt. Der Rest assoziierte damit eine 3D-Abbildung oder einen geheimen Militärcode.

Ein weiterer Punkt, der es dem QR-Code erschwert sich durchzusetzen, ist, dass viele nicht wissen, wie sie ihn dekodieren können bzw. keine Lese-Software auf ihrem Smartphone besitzen. In Cummings’ Stichprobe benötigten die Personen im Schnitt 47 Sekunden vom Aufrufen der entsprechenden App bis zur Entschlüsselung des QR-Codes. Dies empfindet er nicht als eine „Quick Response“.

Der wichtigste Punkt für den Erfolg einer Technologie ist, dass sie einfach von jedermann genutzt werden kann. Als Beispiel sei hier die Flash-Implementierung in Internetbrowsern genannt, die entweder schon vorinstalliert ist oder sich selbständig installiert. Eine QR-Code-Lesesoftware sollte also auf allen Smartphones bereits vorhanden sein, um seine Etablierung voranzutreiben. Denn diese Technologie wird nicht genutzt werden, wenn es letztendlich einfacher ist, die URL manuell einzugeben.

Cummings gibt daher fünf Ideen weiter, wie man QR-Codes besser nutzen kann:

  1. Als Schnitzeljagd durch eine Stadt, wobei ein Code zum nächsten und schließlich zur Auflösung führt. Diese Variante soll die Leute dazu animieren, die Technik zu nutzen.
  2. Anheizen sozialer Interaktionen auf Parties oder in Bars, indem QR-Codes mit Handlungsaufforderungen auf Bierdeckel gedruckt werden. Diese Marketingaktion sollte aber in Zusammenhang mit Ihrer Marke stehen, sodass diese stets damit assoziiert wird und Ihr Image sowie Ihren Wiedererkennungswert stärkt.
  3. Crossmediale Promotionaktionen in Online und Print, bei denen die Aufmerksamkeit der Leute geweckt wird und diese zur Interaktion mit der Werbung aufgefordert werden, indem sie bspw. etwas gewinnen können.
  4. Wenn man Neugier auslöst, verkauft man. Es ist unbekannt, was sich hinter dem QR-Code verbirgt, da man ihn ohne Technologie nicht lesen kann. Durch eine provokante Werbestrategie kann man sich dies zunutze machen.
  5. Vermittle Transparenz, indem man per SMS-QR-Code direkt Feedback an einen realen Unternehmensmitarbeiter senden kann und gebe deiner Marke somit eine Gesicht.

Die Punkte 1 und 2 sind doch schon etwas ausgefallen und meines Erachtens auch etwas schwierig umsetzbar bzw. ist man hier schon sehr auf die Akzeptanz und das Mitmachen der Zielpersonen angewiesen. Dies birgt einen hohen Unsicherheitsfaktor. Die Ideen 3 und 4 sind sicherlich auch nicht wirklich neu, da Neugier zu schaffen nahezu eine Voraussetzung ist, um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe zu erhalten. Auch eine Erhöhung der Zahl der Markenkontaktpunkte durch crossmediale Kampagnen ist heute gang und gäbe.

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